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Rathaus-Post 32. KW 2020

Umrüstung der Duracher Straßenbeleuchtung auf LED

Liebe Duracherinnen und Duracher,

die Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag brachte eine Fülle interessanter Themen. Darunter war auch der Tagesordnungspunkt „Straßenbeleuchtung- Umrüstung auf LED Technik und Abschluss eines Contracting Vertrages". Um den Gemeinderatsmitgliedern qualifiziert Auskunft geben zu können, war eine Menge Vorarbeit in Form von Datenerfassungen und dem derzeitigen Zustand der Lampen notwendig. Im Gemeindegebiet gibt es 735 Lichtpunkte = Straßenlampen. Insgesamt sind auf Masthöhen von 4, 6 und 8 m 18 verschiedene Lampentypen verbaut, hauptsächlich handelt es sich aber um sog. Natriumdampflampen. Von den 735 Lichtpunkten sind bislang 155 mit LED ausgestattet, folglich stehen noch 580 zur Umrüstung an. Die Hauptvorteile einer Umrüstung sind sinkende Stromkosten, die rein rechnerisch von 33.800 € auf 14.800 € /Jahr zurückgehen und uns so mit 19.000 €/Jahr entlasten. Ebenso wichtig ist die Einsparung an CO², das um 51 %, nämlich von jetzt 77 t auf dann 37,5 t zurückgehen würde.

Der Gemeinderat wählte in großer Einigkeit zwei Lampentypen aus, auf die die Straßenbeleuchtung umgerüstet werden soll. Es sind dies die Modelle Zylindo (LpH 4 m) und Helius 120 (LpH 6-8 m). Beide sind dimmbar und sind von 22:00 – 5:00 Uhr mit einer Nachtabsenkung ausgestattet, die dann die Helligkeit um 50 % reduziert. Im Grunde ist sich der Gemeinderat einig, dass wir die Umrüstung so schnell wie möglich vollziehen sollen. Die noch zu klärende Frage ist: Sollen wir einen sog. Contractingvertrag abschließen oder
die Maßnahme direkt und auf einmal bezahlen. Doch was bedeutet Contracting? Hier gibt es die Möglichkeit einen 10 Jahresvertrag abzuschließen und pro Jahr eine Art Leihgebühr zu bezahlen. Nach 10 Jahren gehen die Lampen in das Eigentum der Gemeinde Durach über. In diesen 10 Jahren tragen wir keinerlei Risiko, d. h. alle Wartungs- und Ersatzmaßnahmen laufen zu Lasten des Anbieters. Das Angebot ist rein rechnerisch teurer, aber risikoärmer. Umgekehrt haben wir aber auch keine Möglichkeit das Vorhaben fördern zu lassen, weil wir ja noch nicht Eigentümer sind. Möglicherweise gehen uns damit bis zu 30 % Fördermittel verloren.

Es gilt also abzuwägen, was in der Zeit der finanziellen Schieflagen für die Gemeinde besser ist. Wir alle hoffen, dass die getroffenen Entscheidungen von der Bürgerschaft honoriert werden.

Herzlichst
Ihr Gerhard Hock
Erster Bürgermeister