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Rathaus-Post 45. KW 2020

Hecken und Einzäunungen

Liebe Duracherinnen und Duracher,

jedes Jahr im Herbst, zuweilen auch im Frühjahr, ruft das Ordnungsamt der Gemeinde Durach heckenbesitzende Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihre Sträucher so zurückzuschneiden, dass sie nicht in den öffentlichen Raum hängen. Aufmerksame Spaziergänger kennen sicher einige Stellen in Durach, an denen Privatbewuchs Gehwege verschmälert, die Sicht behindert oder Verkehrszeichen verstellt.

Problem Thuja
Die gut gemeinten Hinweise der Rathausmitarbeiter verhallen dann oftmals und erst die direkte Ansprache, das direkte Schreiben an die Vergesslichen bewirkt oft ein Umdenken. Eines unserer Hauptprobleme heißt dabei Thuja. Diese immergrüne, ökologisch nahezu wertlose und nicht standortangepasste Pflanze, die obendrein noch viel billiger als ein heimisches Gewächs ist, verträgt starken Rückschnitt kaum. Wirklich viele Gartenbesitzer haben ihre Hecken zu nahe an der Grenze gepflanzt. Wenn eine Thuja, die sowohl in die Breite als auch in die Höhe wächst, nicht regelmäßig (im Idealfall 2 x/ Jahr) geschnitten wird, würde ein dann nötiger, stärkerer Rückschnitt zu Kahlstellen führen. Darunter leidet das Erscheinungsbild und die Funktion, denn die Hecke ist nicht mehr blickdicht. Das will man vermeiden und so legt die Hecke Jahr für Jahr zu.
Andere Gemeinden, die wir uns über kurz oder lang als Vorbild werden nehmen müssen, zeigen hier ein unbarmherziges Vorgehen. Es ergeht die Anordnung an alle Gartenbesitzer, ihre Hecken auf die Grundstücksgrenze zurückzuschneiden. Sofern diese nicht in einer bestimmten Frist umgesetzt wird, erfolgt eine Ersatzvornahme. Niemand will dieses zugegeben radikale Vorgehen, doch es kann sein, dass auch uns bald nichts mehr anderes übrigbleibt.

Problem Mauern
Ganz ähnlich verhält es sich mit der zunehmenden Einmauerung von Gärten. Die Berliner Mauer ist Geschichte, wir bauen neue Mauern. Leider erfolgt dieser Bau oft, ohne vorher bei unserem Bauamt nachzufragen. Im Internet erfährt man, dass 2 m hohe Einfriedungen gesetzlich zulässig sind und schwupps werden die Steinkörbe bestellt und aufgebaut. Leider vergessen viele, dass ihr Anwesen in einem Gemeindeteil liegt, für den ein Bebauungsplan gilt. Und genau dieser Bebauungsplan gibt die alle Möglichkeiten vor und die heißen in den seltensten Fälle zwei Meter hohe Mauern. Sollten die Vorgaben nicht gefallen, ist eine Kommunikation mit anschließender Antragstellung (auf Befreiungen) bei unserem Bauamt unerlässlich. Dann kann sich der Bauausschuss mit der Thematik befassen. Langer Text – kurzer Rat: Sprechen Sie mit uns, bevor Sie Entscheidungen treffen, die Sie womöglich zurücknehmen müssen.


Herzlichst

Ihr Gerhard Hock
Erster Bürgermeister