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Rathaus-Post 8. KW 2021

Das „neue" Cafe Singer

Liebe Duracherinnen und Duracher,

eigentlich ganz unspektakulär und dennoch für alle erkennbar: Das neue Cafe Singer ist in Betrieb! Mit der Eröffnung des Eiscafe Rosy am vergangenen (Traum-) Wochenende sind nun alle Räume im neuen Gebäude belegt.

Die Duracherinnen und Duracher wissen um die lange Geschichte dieses Hauses, das für viele Bürger ein immerwährender Anlaufpunkt war. Familienfeiern, Faschingsgesellschaften, Biergarten: Dieser Ort im Duracher Zentrum hatte alles, was das Herz begehrte. 2010 war es dennoch so in die Jahre gekommen, dass es geschlossen wurde und als Spekulationsobjekt viele Bauträger nach Durach führte. Die Gemeinde Durach konnte das Gebäude 2015 erwerben und hatte damit die Möglichkeit, in der heißen Phase der Flüchtlingskrise eine vom Landratsamt geforderte Unterkunft für Asylbewerber zur Verfügung zu stellen. In den zwei Jahren Mietdauer konnten wir erkennen, dass es für das alte Gebäude keine Zukunft geben wird. Ob Statik, Raumhöhen, Elektro oder Sanitär: Alles sprach dafür das Gebäude zu ersetzen.

Es folgten Klausurtagungen des Gemeinderats, Gespräche mit der Kirchenverwaltung, Gespräche mit evtl. Käufern und der Verkauf an die BSG Allgäu mit der Maßgabe, das neue Cafe Singer zur Belebung des Ortskerns zu entwickeln. Unser Wunsch, dort ein Cafe anzusiedeln zerbarst an den Wirtschaftlichkeits-berechnungen von allen der insgesamt 10 (!) angefragten Bäckereibetrieben, als neuer Standort für die KlangKunstWerkstatt waren die Räume ebenfalls nicht geeignet, nicht störende Gewerbebetriebe (z. B. Planungsbüros) hatten andere Stellplatzansprüche und die „Arztwelt" in Durach war auch noch in Ordnung. Die BSG Allgäu legte diverse Planungen vor, die zunächst mit den Vorstellungen des Denkmalschutzes harmonieren mussten. Auch die Überlegungen von Vereinen und Teilen der Bürgerschaft zur Gestaltung des Platzes vor dem Gebäude galt es zu berücksichtigen.

Die nächsten Hürden wurden vom Wasserwirtschaftsamt errichtet. Hier stellte man fest, dass der Standort überschwemmungsgefährdet ist und der Rohfußboden deshalb 40 cm angehoben werden muss. Alle Versuche, dies zu ändern, scheiterten, alle Hinweise auf ein noch nie dagewesenes Hochwasser verhallten ungehört und so bissen wir erneut in einen sauren Apfel und genehmigten die neue Planung. Zwischenzeitlich brachte die breite Vernetzung unseres Gemeinderatmitglieds Hermann Böving den Kontakt zu Rosy, die nun ein Eiscafe mit Terrassenbetrieb startet.

Mit Hilfe der Städtebauförderung werden wir in den nächsten Jahren daran gehen, den Ortskern zu attraktivieren und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Die Bürgerschaft wird dazu ganz sicher eingeladen und kann ihre Sicht der Dinge einbringen. In den langen Monaten bis dahin: Nutzen Sie jede Gelegenheit, die vielen italienischen Eis- und Kaffeespezialitäten durchzuprobieren!

Herzlichst

Ihr Gerhard Hock
Erster Bürgermeister